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Hengstenberg Pädagogik

Wer war Elfriede Hengstenberg?

Elfriede Hengstenberg lebte (1892-1992) und wirkte in Berlin, wo sie ihren bewegungspädagogischen Arbeitsansatz, aus der Gymnastik kommend, zu entwickeln begann. Inhaltlich wurde sie durch das Studium bei Elsa Gindler (1885-1961) und die Arbeiten von Heinrich Jacoby (1989-1964) geprägt. Sie arbeitete mit Kindern ab 3 Jahren.

Was macht die Pädagogik nach Hengstenberg aus?


Elfriede Hengstenberg hat ihre Arbeit hauptsächlich mit Fotos dokumentiert. Als sie bereits im Sterben lag, hat Ute Strub sie gepflegt und gemeinsam mit ihr das einzige Buch zu ihrer Arbeit, "Elfriede Hengstenberg - Entfaltungen", verfasst.
Ein Auszug daraus:
"Wir alle kennen diese ursprünglichen Regungen der Kinder, die immer wieder darauf hinauslaufen, allein probieren zu wollen. Wir sollten nur noch mehr darum wissen, dass diese unermüdliche Überwindung von Widerständen aus eigener Initiative dem Kind jene Spannkraft verleiht, die wir ihm zu erhalten wünschen, und dass die Freude an der Auseinandersetzung mit Schwierigkeiten darauf beruht, dass es selbständig beobachten, forschen, probieren und überwinden durfte."

Diese Worte von Elfriede Hengstenberg drücken sehr klar aus, dass auch ihre Haltung zum Kind von Achtung und Respekt geprägt war und auch sie der Überzeugung war, dass das Kind in selbstständiger Arbeit die besten Lernerfolge erzielen kann.
Wir sind deshalb der Ansicht, dass die pädagogischen Grundsätze von Elfriede Hengstenberg eine optimale Ergänzung für unsere Arbeit im Bewegungsbereich der alterserweiterten Gruppe darstellen.

Die Pädagogik nach Hengstenberg bei uns im Kinderhaus

Angelehnt an die Pädagogik nach Elfriede Hengstenberg arbeiten wir im Bewegungsbereich mit einfachen Aufgaben und bestimmten Bewegungsmaterialien, welche die Phantasie und Eroberungslust der Kinder wecken und sie selbstständig herausfinden lassen, zu welchen Bewegungen der eigene Körper fähig ist.
Pädagogische Details wie z. B. die Fragestellung "Ist es möglich, den Ball auch mit einer Hand durch den Raum zu tragen?", ermöglichen dem Kind sich mit der Frage auseinander zu setzen. Anders als z. B. die Aufforderung "Probier mal, den Ball mit einer Hand durch den Raum zu tragen!". In diesem Fall muss sich das Kind auch entscheiden, ob es Folge leisten will und ist außerdem einem gewissen Erfolgsdruck ausgesetzt.
Angelehnt an die Arbeit von Elfriede Hengstenberg arbeiten wir mit so genannten "Bewegungsgeräten nach Hengstenberg". Diese eröffnen den Kindern eine Vielzahl an Bewegungsmöglichkeiten und regen in guter, geschulter, pädagogischer Begleitung zu einer Entdeckungsreise des eigenen Körpers und seiner Fähigkeiten an.
Wichtige Themen in dieser Arbeit sind die Spannkraft des eigenen Körpers, selbständiges Entdecken, Balance und Gleichgewicht.